Wir schreiben 2020 n. Chr…..
Wir schreiben 2020 n. Chr…..

Wir schreiben 2020 n. Chr…..

…ganz Franconia ist gelähmt durch Corona. 

Ganz Franconia? 

Nein, eine kleine Schar von Keilern macht sich Dank der moderat gelockerten Hygienevorschriften von Gaius Marcus Söderus auf den Weg um, bei den Nachbarn vom Pfadistamm Altdorf, Verwirrung zu stiften. 

Was war passiert? 

Üblicherweise gehen wir Pfadis zu Beginn der Sommerferien für eine Woche auf ein Pfadfinderlager. Leider war dies aufgrund der Hygieneauflagen dieses Jahr nicht möglich.  

Es sind schon einige Termine abgesagt worden, so zum Beispiel die samstäglichen Pfaditreffen, der Pfadfindertag, der geplante “Rügenhajk” und nun auch das Pfadfinderlager. 

Allerdings war es möglich, mit einer kleinen Pfadfindersippe, unter bestimmten Vorkehrungen, eine Aktion durchzuführen. 

Deshalb ließen sich 4 Keiler und ihr Sippenleiter im schönen Nest der Altdorfer PfC für 3 Tage nieder.

Da die Keiler vom Alter her nächstes Jahr bereits zu den Hajks (Mehrtageswanderungen) mitgehen können, lag der Schwerpunkt von diesen 3 Tagen auf Orientierung mit Karte und Kompass, Unterschlupfbau, Orientierung im Gelände und Verpflegung unterwegs. 

Ein volles Programm, welches wie Regen während der Dürre aufgesogen wurde; hatten die meisten Pfadfinder doch häufig „nur“ online die Gelegenheit sich zu treffen oder konnten nur allein Pfadisachen machen. 

Am ersten Tag stand der Bau eines Unterschlupfes und Orientierung auf dem Plan. Neben dem Aufbau von Hängematten mit Tarp (eine Gewebeplane als Schrägdach) haben wir auch zwei sogenannte Kröten aus Kohtenplanen aufgebaut. 

Als die Lagerstruktur (inkl. Hygienestation) stand machten wir uns auf dem Weg zum Aldi um Proviant für unterwegs zu besorgen. Worauf es hier ankam wurde vor, während und nach dem Einkauf besprochen. 

Am Nachmittag wurde der Umgang mit Karte und Kompass geübt, die Keiler bekamen Koordinaten, die sie auf der Karte finden mussten. So entwarfen wir gemeinsam die Route, die wir am nächsten Tag laufen sollten. 

Am Abend gab es noch eine Andacht am Lagerfeuer und Marshmallows. 

Der nächste Tag wurde einer der heißesten in diesem Sommer und vor uns lagen ungefähr 20 Kilometer. Mit Karte und Kompass sowie Marschzahlen (Gradeinteilung auf dem Kompass) peilten wir Keiler uns durch Wald, Flur und Dickicht. 

Gemäß dem Motto:
„Wir finden einen Weg oder wir machen einen.“ 

Zum Mittag gab es etwas Warmes aus der Einmannpackung von der Bundeswehr, was geschmacklich gar nicht ganz so schlecht war und uns Kraft gab für die zweite Hälfte. Von Gnadenberg nach Stöckelsberg, hinter Hagenhausen vorbei Richtung Eismannsberg ging der Weg. Einmal kurz nicht aufgepasst und schon verlängerte er sich um 3 Kilometer. 

Nun war Teamgeist gefragt und jeder unterstützte und motivierte sich und die anderen. 

Am Abend kamen wir erschöpft zurück ins Nest und bekamen nach dem Abendessen Besuch von Heike Rüger, die uns als Nachbarin und Frau des Stammleiters herzlich begrüßte und Eis vorbeibrachte.

Alle Strapazen waren vergessen und am Lagerfeuer konnten wir vieles, was wir erlebt haben, nochmal besprechen. 

Den nächsten Tag ließen wir gemächlich angehen, neben den üblichen Spielereien machten wir noch einen Ausflug in den nahegelegenen Wald um eine Wegskizze zu zeichnen und Kräuter zu suchen. 

Nach dem Mittagessen kam Armin Rüger (Stammleiter Altdorf) noch auf ein Eis und ein Gespräch vorbei. 

Alles in Allem anstrengende, lustige, lehrreiche, intensive und abenteuerreiche Tage, an denen Corona sehr in den Hintergrund gerückt ist. 

Zusammen für Jesus!
Gut Pfad
Michl 

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